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Schreckgespenst Immobilienblase

Steigende Zinsen, hohe Immobilienpreise, immer höhere Baukosten! Müssen wir uns Sorgen machen??

13.07.2022

Steigende Immobilienpreise, hohe Nachfrage, trotz der Erhöhungen der letzten Monate immer noch historisch günstige Zinsen: Die Bedingungen auf dem deutschen Immobilienmarkt lassen Medien und Experten immer wieder darüber spekulieren, ob sich 2022 eine Immobilienblase in Deutschland entwickelt. Nicht zuletzt durch die Corona-Krise fragen sich auch immer mehr Immobilieneigentümer, ob eine Immobilienblase droht und welchen Einfluss diese auf den Wert ihrer Immobilie haben könnte.

 

Zunächst, was ist denn überhaupt eine Immobilienblase?

 

Als Immobilienblase wir eine spezielle Form der Spekulationsblase bezeichnet. Diese entsteht, wenn Käufer bereit sind, einen viel zu hohen Preis für eine bestimmte Ware oder ein Gut zu bezahlen. Dabei übertrifft die Nachfrage das Angebot. Verkäufer verlangen immer höhere Preise für ihre Immobilien, die von den Käufern aber akzeptiert werden. In der Folge übersteigen die Preise dabei aber deutlich den Wert von Boden und Gebäude. 

 

Getrieben werden solche Entwicklungen von niedrigen Zinsen und entsprechend geringen Kreditkosten, steigenden Einkommen, steigende Inflation und eben der Kluft zwischen Angebot und Nachfrage.

 

Wenn dann die Nachfrage nach Immobilien sinkt und das Angebot die Nachfrage übersteigt, fallen die Immobilienpreise rapide ab. Die Folgen wären ein höheres Angebot, Leerstände und ein fortschreitender Preisverfall. 

 

Für Immobilieneigentümer ergäben sich negative Auswirkungen in der Form, dass eine Anschlussfinanzierung mit den gestiegenen Zinsen und niedrigeren Werten der Immobilien und der daraus resultierenden höheren Raten nicht mehr tragbar wäre oder Eigentümer, die ihr Haus oder ihre Wohnung verkaufen müssen (beispielsweise wegen Scheidung) einen größeren Wertverlust erfahren.

 

Aber gibt es überhaupt eine Immobilienblase in Deutschland??

 

Aus unserer Sicht ein eindeutig NEIN! 

 

Die Preisentwicklungen gerade in den ländlichen Gebieten ist weiterhin moderat. Banken in Deutschland vergeben in Übereinstimmung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie Kredite nur an kreditwürdige Käufer. Es ist keine Überschuldung der deutschen Haushalte zu beobachten und nicht zuletzt sind die Preise in den deutschen Metropolen im europäischen Vergleich immer noch an einer der letzten Positionen. 

 

Nichtsdestotrotz sehen wir sehr wohl eine Überhitzung, gerade in einzelnen Metropolen. Vieles spricht allerdings auch dafür, dass die Preise in den nächsten Monaten deutlich moderater steigen oder gar stagnieren werden. Die gestiegenen Zinsen und die dadurch leicht gesunkene Nachfrage sollte hier zumindest die gestiegenen Baustoffpreise zum größeren Teil ausgleichen. 

 

Wie sich die Wohnungspreise entwickeln, lässt sich schwer vorhersagen. Die Nachfrage ist nach wie vor hoch, dazu kommen gestiegene Baukosten – insgesamt ist also mit steigenden Preisen zu rechnen. Vor allem in den Ballungsgebieten und Metropolen wie Berlin und München gehen Experten weiterhin von einer Preissteigerung aus. Jedoch nicht mehr so stark wie bevor. In weniger nachgefragten Gebieten bleiben die Preise wahrscheinlich weitestgehend stabil. Interessant für die Entwicklung der Wohnungspreise wird der Leitzins der Europäischen Zentralbank sein. Wird er angehoben, werden Haus- und Wohnungspreise voraussichtlich fallen. Wie weiter oben allerdings schon angesprochen, werden die gestiegenen Baustoffpreise dazu führen, dass auch die Mieten eher stagnieren als zu fallen.

 

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